Tiergestützte Pädagogik

Unsere Mitarbeiterin Mone hat sich Mitte März 2026 wieder einen kleinen Golden Retriever Welpen geholt, nachdem ihre Hundedame Amy letztes Jahr im August verstorben ist. Dieser wird sie am Anfang nur ein paar Stunden ins Büro begleiten, damit er sich an die Geräusche, die Kolleg*innen und den Alltag gewöhnt. Erst wenn er sich hier pudelwohl fühlt, wird er in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Wann dies soweit sein wird, wird sich mit der Entwicklung Jakobs zeigen. Wir freuen uns schon auf den Moment!
Hier ein paar interessante Informationen zur Tiergestützten Pädagogik:
Unter Tiergestützter Pädagogik (ff. TGP) werden alle Maßnahmen verstanden, die einen positiven Effekt auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen haben. Kinder können somit ihre sozialen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten ausbauen. TGP ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte Intervention, die von Pädagogen angeleitet und durchgeführt wird. TGP wird von Pädagogen entweder in Einzel- oder Gruppenarbeit durchgeführt.
Tiere haben eine ganz besondere Wirkung auf uns Menschen. Sie sind eine Bereicherung und Impulsgeber für vielfältige Lernprozesse. Tiere haben einen großen Einfluss auf das Wohlergehen, die Gesundheit und die Entwicklung des Menschen.
Die Einbindung von Tieren in das pädagogische Geschehen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entfaltung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder. Tiergestützte Pädagogik beschreibt einen von Tieren begleiteten pädagogischen Erziehungs- und Förderansatz. Die Verknüpfung der TGP mit der Umwelt beinhaltet weiterhin ein bisher unausgeschöpftes Potential, um bei nächsten Generationen mehr Umweltbewusstsein aufzubauen und sie zu nachhaltigem Handeln anzuleiten.
Tiere nehmen in der Welt von Kindern einen wesentlichen Platz ein, sie fühlen sich unmittelbar mit ihnen verbunden. Diese Verbundenheit mit der Natur und die Nähe zu Tieren ist für Menschen ein Grundbedürfnis. Tiergestützte Pädagogik nutzt diese nachgewiesen positive Wirkung von Tieren auf Kinder.
Durch den gezielten Einsatz eines Tieres wird Kindern in einmaliger und indirekter Weise die Möglichkeit eröffnet, Kompetenzen in unterschiedlichen Entwicklungsbereichen zu entwickeln und zu stärken.
Tiere sind Impulsgeber für viele Lernprozesse. Sie regen die Sinne an, rufen Emotionen wach und begünstigen die Entwicklung von Achtsamkeit, Mitgefühl, Respekt, Aufmerksamkeit und Authentizität. Soziale Fähigkeiten werden ebenso gefördert, wie Sprachkompetenzen.
Die TGP ist eine ergänzende bzw. bereichernde Methode in sozialen Einrichtungen, die stundenweise in Einzelmaßnahmen, Kleingruppen- oder Gruppenangeboten und als Projekt immer häufiger eingesetzt wird. Es gibt vielerlei Tierarten, die für den Einsatz in sozialen Einrichtungen geeignet sind.
Unsere Gründe für einen pädagogischen Begleithund:
Hunde…
- … motivieren bei Lernerfahrungen.
- …regen zur verbalen und non-verbalen Kommunikation an.
- …wirken stimulierend.
- …können Brücken bauen oder Eisbrecher sein.
- …sind authentisch und bewerten nicht. Ihre Zuneigung ist echt.
- …erlauben Zuneigung und Zärtlichkeit. Sie suchen Körperkontakt.
- …sind einfordernd.
- …lernen leicht einfache Tricks.
- …können mit geringem Aufwand in das Jugendzentrum mitgenommen werden
Kinder und Jugendliche …
- …kennen Hunde aus ihrem Lebensalltag
- …lernen, sich Hunden gegenüber angemessen zu verhalten.
- …werden sicherer bzw. bauen Ängste ab.
- …erlernen im Umgang mit dem Hund Rücksichtnahme und andere Lebewesen zu respektieren.
- …erleben Hunde als „emotionale Anker“ und Seelentröster.
- …mögen Tiere größtenteils.


